08 Dezember 2010

Sometimes, all you need is nothing.

Pinguin schweinert des Nachts...

Ich hätte gerne ein bisschen Ruhe.
Das ist ziemlich dumm, weil die einzige Person, die dem im Weg steht, ich selbst bin.
Heute hatte ich meine letzte Matheklausur. Vielleicht die letzte in meinem Leben. Das ist ein seltsames Gefühl, das ich noch nicht ganz verstehe. Es geht jetzt auf das Ende zu. Und das macht mir Angst. Aber gleichzeitig fühle ich mich seltsam frei. Als ob da eine Last wäre, die sich langsam hebt. Ich bin sehr müde, und ich bin sehr eingeschüchtert. Aber ich freue mich auch.
Ich weiß noch immer nicht, was ich tun will. Ich bin mein eigener schlimmster Feind, sagt mein Lieblingschara in meiner Lieblingsserie. Und das trifft auch auf mich zu. Mein Führerschein muss her, sonst verfallen meine Theoriestunden. Ich muss mich um Praktika kümmern, weiß aber nicht, was ich studieren will. Ich interessiere mich für das Filmstudium, bekomme aber nicht mal eine Mail an eine Bekannte hin, die eine Werbefirma hat. Und eigentlich will ich ja Meeresbiologie studieren. Am liebsten in Australien. Aber alles einfach so hier lassen? Ich weiß nicht.
Es gibt noch viel zu tun. Ich habe Stories zu schreiben, und das werde ich gleich als erstes tun. Ich werde mindestens eine Story heute fertig schreiben, damit ich das von der Seele habe. Ja, das werde ich tun. Und Klavier üben. Und für die Theorieprüfung lernen. Ich muss abnehmen. Ich fühle mich hässlich. Ich will mein Zimmer umstellen. 
Ich will irgendetwas neues, etwas anderes und frisches in meinem Leben. Manchmal will ich einfach nur raus aus allem. Australien klingt neu. Es klingt anders und frisch und aufregend. Es klingt wie Fremde, wie Neustart, wie Wind unter den Flügeln und wie durchatmen. Ich will gerne durchatmen, und ich frage mich, ob ich das hier kann.
Ich frage mich, ob ich jemals anfangen werde.
Ich bin mein eigener schlimmster Feind, glaube ich.
Ich mache mir auch wieder Sorgen im Moment. Ein bisschen um Nele, weil sie sich nicht entscheiden kann und Angst hat. Sehr viel um JC, meine beste Freundin, aus Gründen, die zu groß sind, um sie hier zu schreiben. So groß. Ich kann sie nicht sagen, aber ich kann sagen, dass sie mich sorgen. Ich will so gerne helfen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung am besten, dass ich das nicht kann. 
Und um dich, Hühnchen. Aus allen möglichen Gründen. Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube, dass wir in einer ähnlichen Gefühlslage sind. Auch du willst weg. Neu anfangen. Das Alte endlich hinter dir lassen und sagen können "es war". Dir keine Sorgen mehr machen müssen. Nachts nicht mehr wachliegen und warten, dass endlich etwas geschieht. Hast du B.'s Zettel gelesen? Die er dir ausgedruckt hat? Tu das. Kümmere dich. Ich muss das tun.
Ich denke immer zu viel an die Probleme anderer. Darüber, wie ich sie lösen kann, oder den Menschen, die ich liebe, zumindest ein bisschen unter die Arme greifen. Und dann kann ich doch nur zusehen, weil die, die die Probleme lösen müssen, letztendlich immer die Leute selbst sind. Ich muss öfter wegsehen. Aber das kann ich nicht. Was tue ich?
Ich frage mich, was Patrick macht. Ich habe solche Angst, dass wir den Kontakt verlieren. Dass sich etwas ändert, jetzt, wo wir drei uns nicht mehr jeden Tag sehen. Ich will so gerne glauben, dass wir Freunde für immer sind. Wir sind Freunde. Aber IMMER ist so viel Zeit, um falsch zu liegen.
Ich schreibe zu viel. 
Mein Kopf ist so voll, dass er leer ist.
Als würde jemand auf eine Tafel schreiben, wieder und wieder, Zeile um Zeile und alles voll, aber bevor ich es lesen kann, wird es ausgewischt.
Ich schreibe zu viel.
Neuanfang. Das klingt gut.
Ich vermisse mein Leben.
Mein Leben ist nicht ganz, wenn ich euch drei nicht sehe.
JC. Brötchen. Hühnchen. Ich. Für immer. Es wird für immer sein. Aber wenn ich euch nicht sehe, ist es nicht ganz.
Die Nacht macht Dinge so fremd.
Warum warst du bei deiner Schwester? Ist etwas passiert? Wie geht es dir? Ich würde dich gerne anrufen.
Aber ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Ich komme mir dumm vor.
Manchmal mache ich mir Angst.

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